Raum für Natur
Lebensraum Obstmuckelei
Ich freue mich über Früchte an den Bäumen genauso wie über Schleiereulen am Himmel, Schwarzkehlchen auf Zäunen, Igel in der Hecke, Heupferde auf Gräsern oder Eidechsen auf Steinhaufen.
Der Gelbspötter fühlt sich in den Hecken der Obstmuckelei wohl.
Seit Jahren in der Obstmuckelei zu Hause: Schwarzkelchen.
Ein Bluthänfling - ein Finkenvogel - ernährt sich überwiegend von Sämereien.
Feldsperlinge sind kleiner als Haussperlinge - beide Arten sind hier Zuhause.
Auch Europäische Gottesanbeterinnen kommen in der Obstmuckelei. U. a. ermöglicht das die zunehmende Wärme.
Ein Gelbspötter-Paar im Dialog.
Ein Haussperling beobachtet die Umgebung von einem Weißdorn aus.
Gut versteckt: Eine Grauammer im Birnenlaub.
Ein Rosenkäfer schlürft den Nektar der weißen Ebereschenblüten.
Sommermelodie: Eine Goldammer trällert ihr Lied auf einem Haselzweig.
Ein Stieglitz (Distelfink) scheint auf dem Sprung zu sein.
Rotmilane kreisen täglich über der Obstmuckelei.
Das Schwarzkehlchen nutzt die zahlreichen Zaunpfähle hier gern als Sitzwarten.
Die Raupen des Großen Ochsenauges ernähren sich von Gräsern. Daran mangelt es in der Obstmuckelei nicht.
Das Berg-Sandglöckchen ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insektenarten. Hier ist eine Schwebfliege zu Besuch.
Mein Ziel ist es, die Obstmuckelei als lebendiges Ökosystem zu entwickeln, welches weit über eine reine Produktionsfläche für menschliche Nahrungsmittel hinausgeht. Wenn Neupflanzungen anwachsen und später tragen, dabei aber auch zahlreichen Tierarten als Nahrungsquelle oder Refugium dienen, dann fühle ich mich in meiner Vision einer Landwirtschaft bestätigt, die Lebensmittelproduktion und Artenschutz zusammenbringt.
Mario Sitte hat im Juni 2024 diese Bilder hier oben gemacht – vom Schwarzkehlchen bis zum Rotmilan. Darüber hinaus kommen hier zahlreiche Insektenarten vor, u. a. von Gottesanbeterin, Schwebfliege und Rüsselkäfer. Aber auch Reptilien wie Eidechsen und Ringelnattern sowie Säugetiere wie Feldhasen und Füchse.
Und noch so viel mehr.
Die hohe Lebensraum-Qualität wird durch ein Mosaik unterschiedlicher Strukturen ermöglicht. Dazu zählen:
- Schatten und Schutz: Bäume und Hecken als Sonnen- und Windschutz sowie Unterschlupf.
- Blütenvielfalt: Ein Wechselspiel aus langem Altgras und kräuterreichem Grünland.
- Rückzugsorte: Holz- und Steinhaufen als Versteck und Winterquartier.
- Gezielte Ansiedlung: Vogel- und Fledermauskästen, Greifvogelsitzwarten und Sandarien für bodenbrütende Wildbienen.
- Beweidung: Partielle bzw. extensive Beweidung mit Schafen und Eseln.
- Wasserhaushalt: Wasserrückhalt im Entwässerungsgraben.
- Naturnähe: Eine bio-zertifizierte und extensive Wirtschaftsweise.